Ein Außenposten des Rückschritts

‚Komm schon Shanghai, mach irgendwas Lustiges! ‘ Hiermit drücke ich die Feststelltaste und stelle an dieser Stelle fest: Es ist viel zu heiß, um gescheite Einträge zu schreiben. ‚Achje, ich glaub‘ mein Kaffee wird langsam warm…“, habe ich bisher noch niemanden sagen hören, doch gerade eben habe ich selbst genau das gedacht.

Zugegebenermaßen muss ich somit den Verkäuferinnen des Cafés wiederum ein bisschen Glaubwürdigkeit zu- und mir selbst eingestehen, dass Shanghai zurzeit ein heißes Pflaster ist (denn in der Tat schmeckt eiskalter Kaffee gar nicht mal so übel). Heiß, heiß, heiß. Scheinbar leblos daliegende Katzen trocknen auf den Mauern des frühen Morgens/Mittags/Abends vor sich hin, Omas fallen auf der Straße um, man wird von allen Einwohnern, zu denen man im Laufe der Monate eine Art freundschaftliche Beziehung geknüpft hat oder davon ausgeht, so etwas ähnliches geknüpft zu haben, süffisant nach dem eigenen Kreislauf bei dem Wetter gefragt, während man mit seiner lauwarmen, halbleeren Colaflasche vor ihnen hin und herschwankt, und Aquamaler haben erst recht keine Chance.

Eigentlich wollte schon ich vorgestern hier etwas schreiben, doch fiel mir bei 40 Grad tagsüber unglücklicherweise nicht viel mehr ein, außer mich zu beklagen. (hier ein Verweis auf die Blogstartseite: „werden[…]Traumata sagenhaft selbstbemitleidend verarbeitet […]“)  Außerdem fing ich damit an, aus dem Reklame-Pop-up meines Antivirenprogramms zu zitieren, was letztendlich ausschlaggebend dafür war, erst mal nichts zu veröffentlichen. Allen Lesern sei deshalb empfohlen, ihre Erwartungshaltung, falls es so eine überhaupt gibt, in nächster Zeit ein bisschen niedriger zu schrauben.

Gestern wurde die letzte Klausur geschrieben und nun kann ich mich den wichtigen Dingen des Aufenthalts widmen. So habe ich gestern Orios für mich entdeckt. Es gibt augenscheinlich manche Dinge, die entdeckt/lernt man erst sehr spät in seinem Leben. Die richtige Deklination des Begriffs „Acker“ kann ich zum Beispiel immer noch nicht. Ich habe also dringend Ferien nötig. Nach dem letzten Semester in Hamburg – man erinnert sich – wurde schon ein Wochenende später die Shanghaier Wohnungssuche losgetreten und wiederum Tage danach begann das Semester. Der letzte Artikel auf dieser Seite (obwohl ich natürlich hoffe, es werden bis Anfang August noch einige geschrieben werden) wird dagegen einer, dessen Inhalt ich bereits kurz an anderer Stelle erwähnt, aber nicht weiter ausgeführt, da bis zum Schluss aufgespart habe, nachdem mich China aber vielleicht liebend gerne ziehen lassen wird. 

Über harrykrishna1104

Ich bin gerade nicht "unterwegs", lag erst relativ statisch in Hamburg (jetzt Darmstadt; ich gehe diesen Text nach 5 Jahren nochmal durch) vor Anker und war mit den letzten DINA4-Seiten meines Sinologie-Studiums beschäftigt. Trotzdem finde ich, dass man sich Faszination, Ansprüchen und Wünschen usw (wurschd!Ich ändere gerade eine Beschreibung von vor 5 Jahren, da geht es um sowas nicht mehr, wer hat das denn) aussetzen darf (bitte was? Raststätte?) und mit dem auseinandersetzen (weil geschwätzt) muss, das sich gerade eben nicht in Reichweite befindet. Neben China (Ist neben anderem auch Ulan Bator) darf das im Grunde alles sein (Gemein, hier reinzupfuschen, aber ich fühl mich so klug). Einzige Voraussetzung(en): Ausformuliert und/oder ausgedacht.
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