Einmal Rolex, immer Rolex.

Der Nachname von Bodo Illgner ist in einer bestimmten Schriftart einfach undankbar. Wie heißt der Kerl jetzt? Wo ist das „i“ versteckt (IIIgner, LLGNER…)? Und warum fängt dieser Post jetzt mit so einem Mist an? Vielleicht beruhigt es einen, wenn ich sage, dass der Fußball hier in nächster Zeit wohl weniger zu suchen haben wird. Doch am heutigen Tag findet man ihn wohl sowieso wieder überall im Internet.

Heute Mittag bin ich in der ehemaligen Französischen Konzession (ein wunderschönes, altes Viertel, das noch ein bisschen weniger steril wirkt als die anderen, wenn man einfach ellenlange Mode- und Schmuckläden zu ignorieren weiß) an einem Juwelier vorbeigelaufen. Im Schaufenster war nichts anderes ausgestellt  außer circa 20 Goldbarren, die zu einer Pyramide aufgeschichtet waren. Ein klares Statement, sollte man meinen, und ehrlichgesagt auch ungleich aufrichtiger und sympathischer als liebevoll hergerichtete Auslagen mit den ewigen Goldbrillenfassungen und Jadearmbändern („wir haben, glaub ich, noch n paar Barren im Lager hinten. Leg die rein als Ansage, dass wir jeden Shit aus dem Zeug machen können.“). Zwanzig Meter weiter stand dann auch noch der Lamborghini und man braucht nur eins und eins zusammenzuzählen, um herauszufinden, dass Autobesitzer und Juwelier wohl ein und dieselbe Person sind; Supertyp !(„kannst auch gleich nachschauen, ob du da meinen Autoschlüssel findest. Der liegt da wo.“)

Später beging ich den Fehler, einen Starbucks zu betreten und einen Kaffee bestellen zu wollen. Nachdem ich 20 Minuten in einer Herde Guccibrillen tragender Shanghaier warten musste, bekam ich meinen doppelten Espresso.  Er schmeckte aber wie eine heiße Schokolade und war es auch, was im Umkehrschluss wohl soviel bedeutet, als dass heute Abend ein dickes, verwöhntes Kind wahrscheinlich an einer Koffeinüberdosis stirbt (das soll es geben). Glücklicherweise bin das nicht ich. Ich will jetzt Fußball gucken.

Über harrykrishna1104

Ich bin gerade nicht "unterwegs", lag erst relativ statisch in Hamburg (jetzt Darmstadt; ich gehe diesen Text nach 5 Jahren nochmal durch) vor Anker und war mit den letzten DINA4-Seiten meines Sinologie-Studiums beschäftigt. Trotzdem finde ich, dass man sich Faszination, Ansprüchen und Wünschen usw (wurschd!Ich ändere gerade eine Beschreibung von vor 5 Jahren, da geht es um sowas nicht mehr, wer hat das denn) aussetzen darf (bitte was? Raststätte?) und mit dem auseinandersetzen (weil geschwätzt) muss, das sich gerade eben nicht in Reichweite befindet. Neben China (Ist neben anderem auch Ulan Bator) darf das im Grunde alles sein (Gemein, hier reinzupfuschen, aber ich fühl mich so klug). Einzige Voraussetzung(en): Ausformuliert und/oder ausgedacht.
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